ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 6 von 7

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 6 von 7
22. September 2026 tbz
In sex, drugs and techno
[[anmerkung der redaktion:
dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]]

.-.-.-.-.-.-.-


[prompt tbz]
scheint mir nicht mehr so sehr ana.stil zu sein
[ende prompt tbz; folgendes chatgpt]


Ja, fairer Punkt. Die letzte Version ist zu „fertig“ und zu sauber
gebaut: zu viele klare Thesen, saubere Pointe am Ende, fast schon
Kolumnenstruktur. Wenn du näher an ana.ch willst, sollte es weniger nach
„ich habe eine Botschaft“ und mehr nach Gedankenstrom, Beobachtung,
Selbstzweifel, Abschweifung und plötzlich politischer Härte klingen.

Ich kann den konkreten Stil von tbz nicht 1:1 kopieren, aber ich kann
diese Eigenschaften stärker aufnehmen. Zum Beispiel so:



also gestern.

ich wollte eigentlich nur schnell zum migros.

milch kaufen.

und dann stand da dieser typ vor mir an der kasse und hat seinem kollegen erzählt, dass jetzt „bald alles von der ki gemacht wird“.

ich habe natürlich sofort so getan, als würde ich auf meinem handy etwas sehr wichtiges lesen.

ich kann sehr überzeugend so tun, als wäre ich beschäftigt.

besonders im öv.

man darf einfach niemandem in die augen schauen.

sonst passiert kontakt.

und kontakt ist gefährlich.

jedenfalls sagte der typ:

„bald gibt es gar keine richtigen menschen mehr.“

ich dachte:

okay.

interessant.

sagte aber nichts.

weil was soll man sagen.

„doch, ich bin ein echter mensch“?

das klingt irgendwie verdächtig.

vor allem heutzutage.

vielleicht bin ich ja auch ki.

vielleicht wurde ich gestern aktiviert.

vielleicht ist dieser text gar nicht von mir.

vielleicht sitzt irgendwo ein server und schreibt gerade:

„also gestern.“

und ich denke nur, ich hätte das erlebt.

wäre eigentlich schön.

dann müsste ich wenigstens nicht
selber für meine schlechten witze
verantwortlich sein.

ich habe übrigens eine ki gefragt, ob sie denkt, dass sie gefährlich ist.

sie sagte nein.

also natürlich nicht einfach „nein“.

ki sagt nie einfach nein.

ki sagt:

„KI-Systeme sind weder grundsätzlich gut noch böse. Entscheidend ist, wie sie entwickelt und eingesetzt werden.“

aha.

danke.

das klingt wie etwas, das an einer wand in einem gemeindehaus hängen könnte.

daneben ein bild von einem baum.

„gemeinsam in die zukunft.“

ich hasse solche sätze.

nicht weil sie falsch sind.

sondern weil sie nichts bedeuten.

alles ist inzwischen
„eine chance und eine herausforderung“.

selbst wenn morgen ein asteroid
auf bern fällt,
wird irgendwo jemand schreiben:

„das bringt natürlich grosse herausforderungen mit sich, eröffnet aber auch neue chancen für die stadtentwicklung.“

nein.

der asteroid ist da.

und trotzdem habe ich angst vor ki.

nicht vor der ki selbst.

eher davor, wie wir mit ihr umgehen.

weil menschen ja schon vorher
sehr gut darin waren,
sich gegenseitig scheisse zu erzählen.

dafür brauchten wir keine maschinen.

wir hatten dafür familienfeiern.

und jetzt können wir das halt
mit millionen anderen menschen gleichzeitig machen.

früher musste irgendein typ
einen rassistischen mist auf ein blatt papier schreiben.

dann musste er das blatt kopieren.

dann verteilen.

heute:

prompt.

enter.

fertig.

zehntausend kommentare.

alle ein bisschen anders.

einer klingt wie dein onkel.

einer wie dein arbeitskollege.

einer wie eine wissenschaftliche studie.

einer wie eine frau, die sagt:

„ich bin ja wirklich kein nazi, aber...“

dieses „aber“.

es ist erstaunlich,
wie viel schaden in drei buchstaben passt.

„ich bin kein rassist, aber...“

„ich habe nichts gegen ausländer, aber...“

„ich bin nicht rechts, aber...“

ja.

und ich bin kein vegetarier, aber gestern
habe ich einen döner gegessen.

manchmal stimmt ein satz
trotzdem nicht weniger,
nur weil man vorher
etwas anderes behauptet.

im bus sass heute morgen
wieder derselbe typ.

oder zumindest sah er aus wie derselbe.

das ist bei fremden menschen
ja schwer zu sagen.

ich kenne sein gesicht nicht genug,
um sicher zu wissen,
dass es sein gesicht ist.

er hatte wieder kaffee.

diesmal keinen becher mit englischem spruch.

einfach einen normalen.

wahrscheinlich hatte er
sich weiterentwickelt.

ich setzte mich zwei reihen hinter ihn.

nicht aus angst.

also vielleicht ein bisschen.

er redete mit jemandem
über politik.

ich hörte nur halb zu.

irgendwas über „die schweiz“.

irgendwas über „uns“.

dieses „uns“ ist auch so ein wort.

„wir müssen uns wehren.“

wer ist wir?

ich bin dabei, wenn es um fondue geht.

bei allem anderen
müsste man vorher reden.

weil „wir“ plötzlich sehr gross werden kann.

und „die anderen“ auch.

erst sind sie „die anderen“.

dann sind sie das problem.

dann muss man etwas gegen
das problem unternehmen.

und irgendwann steht jemand da
und fragt nicht mehr,
ob diese menschen eigentlich
auch etwas zu sagen haben.

das ist der moment,
an dem politik aufhört,
nur politik zu sein.

und anfängt,
gefährlich zu werden.

ich habe die ki gefragt,
warum rechtsextreme propaganda
so gut funktioniert.

sie hat mir zwölf punkte gegeben.

zwölf.

ich wollte nur eine antwort.

ich bekam zwölf.

punkt eins:
vereinfachung.

punkt zwei:
feindbilder.

punkt drei:
emotionale ansprache.

punkt vier:
wiederholung.

punkt fünf:

ich habe aufgehört zu lesen.

nicht weil es falsch war.

sondern weil ich plötzlich dachte:

das könnte die ki genauso gut
über sich selbst schreiben.

vereinfachung.

feindbilder.

emotionale ansprache.

wiederholung.

algorithmen.

eigentlich sind wir gar nicht
so weit voneinander entfernt.

der mensch postet:

„DIE WOLLEN UNS ALLES WEGNEHMEN!!!“

die ki macht daraus:

„Viele Menschen fragen sich zunehmend,
ob gesellschaftliche Veränderungen
nicht zu weit gehen.“

und plötzlich sieht der gleiche
gedanke aus wie eine pressemitteilung.

das ist vielleicht
das gefährlichste an der ganzen sache.

nicht dass ki lügen kann.

sondern dass sie lügen
sehr ordentlich aussehen lassen kann.

ich habe dann meinen eigenen text
in die ki kopiert.

„mach den besser.“

sie hat ihn verbessert.

natürlich.

viel schöner.

viel klarer.

viel professioneller.

ich habe ihn gelesen
und dachte:

das bin ich nicht.

also schon.

aber irgendwie
eine version von mir,
die morgens um 6:30
schon eine tasse matcha hatte
und einen podcast über
persönlichkeitsentwicklung hört.

ich habe den text gelöscht.

dann wieder angefangen.

mit:

„also gestern.“

weil ich offenbar
nichts besseres kann.

aber vielleicht muss ich das auch nicht.

vielleicht ist genau das
der punkt.

eine ki kann meinen satz
glatter machen.

aber sie weiss nicht,
warum ich gerade
an dieser stelle
„also“ schreibe.

vielleicht weiss ich es
selber nicht.

und das ist irgendwie schön.

dass ein mensch etwas machen kann,
ohne vorher genau zu wissen,
warum.

wir sind ja keine excel-tabelle.

zum glück.

ich wäre eine sehr schlechte
excel-tabelle.

ich würde wahrscheinlich
in jeder zeile „keine ahnung“
schreiben.

jedenfalls.

der typ im bus
ist heute ausgestiegen,
ohne etwas zu sagen.

ich auch.

wir haben uns nicht
verändert.

die welt vermutlich auch nicht.

der bus war fünf minuten zu spät.

jemand hat sich beschwert.

jemand anderes hat
„typisch schweiz“ gesagt.

und ich dachte:

eigentlich sind wir gar nicht
so verschieden.

wir sitzen alle im gleichen bus,
finden ihn zu spät
und sind überzeugt,
dass die anderen
das problem sind.

vielleicht ist das
die eigentliche menschliche
konstante.

wir.

die anderen.

und irgendwo dazwischen
eine ki,
die uns erklärt,
dass alles ganz einfach ist.

ist es aber nicht.

und vielleicht sollte
man genau deshalb
manchmal einfach sagen:

ich weiss es nicht.

noch nicht.

ich schaue nach.

ich frage.

ich höre zu.

und wenn jemand
behauptet,
ein anderer mensch




[prompt tbz]
ist das so fertig?
[ende prompt tbz; folgendes chatgpt]




Ja — als Text ist er fertig. Aber wenn du mit „fertig“ meinst, ob er
schon wirklich wie ein überzeugender ana.words-Beitrag wirkt: noch nicht
ganz.

Ich würde ihn noch einmal überarbeiten, vor allem in drei Punkten:

- weniger erklärend: Manche Stellen sagen dem Leser direkt, was die
Aussage des Textes ist. Bei einem solchen Kolumnen-/Blogtext wäre es
stärker, wenn die Beobachtung die Aussage selbst entstehen lässt.
- mehr echte Abschweifungen: Der Text könnte unberechenbarer werden und
zwischendurch kleine, scheinbar belanglose Gedanken aufnehmen, die
später wieder auf KI, Rechtsradikalismus oder Alltag zurückführen.
- weniger „perfekte“ Pointen: Einige Schlussfolgerungen klingen momentan
zu sauber. Gerade die kleinen schrägen, unbeabsichtigten Gedanken machen
so einen Text glaubwürdiger.
- politisch etwas subtiler: Statt mehrfach zu erklären, warum
Rechtsextremismus gefährlich ist, könnte man das stärker über die
konkrete Begegnung im Bus zeigen.
- stärkerer Schluss: Der jetzige Schluss ist nett, aber relativ
abgeschlossen. Ein etwas offenerer, trockener letzter Gedanke würde
besser funktionieren.

Wenn du möchtest, kann ich genau diesen Text jetzt als finale
3'000-Zeichen-Fassung komplett überarbeiten, ohne ihn wieder unnötig
länger zu machen.



[prompt tbz]
ja, nun gerne die finale fassung
[ende prompt tbz; morgen finale fassung chatgpt]


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a n a . w o r d s
aus dem hellblauen salon

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