ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 5 von 7

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 5 von 7
21. September 2026 tbz
In sex, drugs and techno
[[anmerkung der redaktion:
dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]]

.-.-.-.-.-.-.-

[prompt tbz]
3000
[ende prompt tbz; folgendes chatgpt]


Klar — hier ist eine Version um die 3'000 Zeichen, mit etwas mehr
Pointierung und weniger Wiederholungen.

also. die ki hat gesagt

also.

gestern hat mir eine ki gesagt,
ich solle ruhig bleiben.

das ist grundsätzlich
kein besonders guter satz.

vor allem nicht,
wenn man gerade über
rechtsextremismus nachdenkt.

ich hatte sie gefragt:

„was hältst du von rechtsextremismus?“

sie hat kurz nachgedacht.

also vermutlich.

dann kam:

„rechtsextremismus ist eine
menschenfeindliche politische
ideologie, die—“

ich habe aufgehört zu lesen.

nicht weil es falsch war.

sondern weil ich keine lust hatte,
mir von einer maschine erklären zu lassen,
dass menschenfeindlichkeit
eine schlechte idee ist.

das weiss ich selbst.

hoffentlich.

am nächsten morgen
sass ich im bus.

neben mir ein typ
mit einem kaffeebecher
und einem smartphone.

auf dem becher stand:

„make today amazing.“

ziemlich ambitioniert
für 8:17 uhr.

ich war angezogen.

mehr hatte ich noch nicht erreicht.

der typ scrollte auf seinem handy.

irgendwann hielt er mir
ein video hin.

„schau mal.“

es war ein politischer post.

einer dieser posts,
bei denen grundsätzlich
„die da oben“ schuld sind.

wer genau „die da oben“ sind,
war nicht ganz klar.

regierungen.
medien.
ausländer.
reiche.
irgendwelche leute,
die angeblich alles kontrollieren.

ich fragte:

„woher ist das?“

„hab ich geschickt bekommen.“

„von wem?“

„einem kollegen.“

„und woher hat der das?“

pause.

„keine ahnung.“

ah.

die moderne wissenschaft.

quelle:
ein kollege.

quelle des kollegen:
jemand.

quelle des internets:
vertrau mir bruder.

ich musste lachen.

er nicht.

„ist doch wahr“, sagte er.

dieses „ist doch wahr“
ist übrigens ein erstaunlicher Satz.

damit kann man jede Diskussion
beenden, bevor sie begonnen hat.

später dachte ich darüber nach,
wie gut sich solche Sachen
mit KI verbreiten lassen.

früher musste jemand
einen rassistischen Text schreiben.

heute kann eine Maschine
hundert Versionen davon machen.

eine sachlich.

eine emotional.

eine für junge Leute.

eine für ältere.

eine, die wie ein Wissenschaftler klingt.

eine, die wie dein Nachbar klingt.

und plötzlich sieht es aus,
als würden tausende Menschen
dasselbe denken.

obwohl vielleicht
zwanzig Leute
und ein Server dahinterstehen.

das ist das Problem.

nicht, dass die Maschine
rechtsextrem ist.

die Maschine ist gar nichts.

sie hat keine Meinung.

sie macht.

und wir entscheiden,
was daraus wird.

ich finde es sowieso komisch,
wie wir über KI sprechen.

„die KI weiss das.“

nein.

„die KI denkt.“

nein.

„die KI versteht mich.“

vielleicht.

aber nicht so,
wie ein Mensch versteht.

meine Kaffeemaschine
versteht mich auch nicht.

sie macht Kaffee.

und ehrlich gesagt
reicht mir das.

mein Toaster hat noch nie gesagt:

„in einer zunehmend
komplexen Welt müssen wir
offen für Veränderungen bleiben.“

zum Glück.

ich habe dann versucht,
meinen eigenen Text zu schreiben.

nach zehn Minuten
war ich unzufrieden.

also fragte ich die KI:

„mach ihn besser.“

sie antwortete:

„Natürlich! Ich helfe dir gerne,
deine Gedanken klarer zu strukturieren
und sprachlich zu verfeinern.“

sprachlich verfeinern.

ich wollte keinen
verfeinerten Text.

ich wollte einen eigenen.

auch wenn er schlechter ist.

vielleicht gerade deshalb.

weil inzwischen alles
glatt sein soll.

glatte Bilder.
glatte Lebensläufe.
glatte Meinungen.

alle schreiben:

„in einer zunehmend
komplexen Welt...“

die Welt ist nicht zunehmend komplex.

die Welt war schon immer komplex.

meine Sockenschublade
ist komplex.

ich besitze ungefähr
dreizehn einzelne Socken
und keine Ahnung,
wo die anderen sind.

und genau da wird es
mit Rechtsextremismus gefährlich.

einfache Antworten
sind angenehm.

hier ist das Problem.

dort ist der Schuldige.

hier ist die Lösung.

fertig.

du musst nicht mehr
nachdenken.

du musst nur noch
wütend sein.

und Wut braucht
keine Quellen.

Wut sagt:

„ich hab's gewusst.“

und wenn jemand antwortet:

„genau!“

fühlt es sich plötzlich
wie Wahrheit an.

obwohl vielleicht
nur zwei Menschen
einander bestätigen.

und jetzt kann eine KI
dieses Gefühl
in perfekte Sätze verpacken.

die Menschenfeindlichkeit
ist nicht neu.

die Effizienz ist neu.

der Typ im Bus
stieg zwei Stationen später aus.

ich sagte:

„schönen Tag.“

er sagte:

„dir auch.“

vielleicht war er gar kein
Rechtsextremer.

vielleicht hatte er
einfach einen dummen Post geteilt.

vielleicht war er wütend.

vielleicht müde.

ich weiss es nicht.

und genau das ist
eigentlich ein wichtiger Satz:

ich weiss es nicht.

wir sollten ihn
öfter benutzen.

nicht als Schwäche.

sondern als Anfang.

weil danach Fragen kommen können:

woher kommt das?

stimmt das?

wer sagt das?

was fehlt?

wem nützt diese Geschichte?

und vor allem:

warum soll ich
einen anderen Menschen
hassen?

ich glaube nicht,
dass KI die Welt retten wird.

ich glaube auch nicht,
dass sie die Welt zerstören wird.

das wäre zu einfach.

sie wird Menschen helfen.

sie wird Menschen schaden.

sie wird Forschung beschleunigen.

und sie wird Propaganda
billiger und schneller machen.

das ist kein Widerspruch.

das ist Technik.

ein Hammer kann ein Regal bauen.

die Frage ist:

wer hält ihn?

also.

gestern sass ich im Bus.

ein fremder Mann zeigte mir
ein politisches Video,
von dem niemand wusste,
woher es kam.

und vielleicht ist genau das
unsere Aufgabe:

nicht alles glauben.

aber auch nicht alles
sofort verachten.

fragen.

nachschauen.

widersprechen.

und irgendwann sagen:

„nein.

das ist keine Meinung mehr.

das ist menschenfeindlich.“

weil ein Algorithmus
niemals die Verantwortung
dafür übernimmt,
was wir aus seinen Worten machen.

wir schon.

leider.

oder zum Glück.

wahrscheinlich beides.

und wenn mir irgendwann
eine KI sagt:

„möchtest du diesen Text
noch etwas emotionaler
formulieren?“

dann sage ich:

nein.

lass ihn.

er ist nicht perfekt.

aber er ist meiner.

und das reicht.

also.

fast.

der Kaffeebecher
des Typen im Bus
hat übrigens gar nicht
„make today amazing“
gesagt.

da stand:

„you got this.“

hatte ich nicht.

aber immerhin
war der Bus nur vier Minuten
zu spät.

für die Schweiz
ist das schon ziemlich amazing.


[[anm.der red. das war nun alles von chatgpt]]

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